Landschaftszerschneidung

Definition:

Der Indikator misst das Ausmaß der Zerschneidung der Landschaft durch technische Elemente, von denen Störungen für wild lebende Tiere sowie für Naturerleben und Erholungseignung ausgehen. Als technische Elemente, die die Landschaft zerschneiden, werden alle Straßen ab einer Verkehrsstärke von 1000 KfZ / 24 h (BAB, Bundes- und Landesstraßen, Kreisstraßen, soweit Zähldaten vorliegen), zweigleisige Bahnstrecken und eingleisige elektrifizierte (nicht stillgelegt), Ortslagen, Flughäfen und Kanäle mit dem Status einer Bundeswasserstraße der Kategorie IV oder größer berücksichtigt.
Es werden hierbei zwei Kennzahlen unterschieden; zum einen der Anteil unzerschnittener verkehrsarmer Räume über 100 km² an der Landesfläche und zum anderen der mittlere Zerschneidungsgrad des Landes, ausgedrückt durch die effektive Maschenweite in km².

Bedeutung:

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sind möglichst große unzerschnittene Räume und ein geringer Zerschneidungsgrad.
Die Ausweisung neuer Bauflächen für Gewerbe und Wohnen, der Neu- und Ausbau von Straßen und anderer Infrastruktur sowie der stetig wachsende Verkehr führen zum Verlust, zur Verkleinerung und zunehmenden Zerschneidung der Lebensräume.

Dia Uzvr 10

 

Jahr Anzahl UZVR Anteil UZVR [%] effektive Maschenweite [km²]
2000 33 38,28 102,67
2005 32 37,05 98,52
2010 34 21,48 75,10

Quelle: Bundesamt für Naturschutz