Primärenergieverbrauch und Endenergieverbrauch der Haushalte

Definition:

Der Primärenergieverbrauch ist die gesamte einer Volkswirtschaft pro Jahr zugeführte Energie. Er ist damit ein geeigneter Indikator für den Verbrauch von Ressourcen und die Verursachung von Treibhausgasemissionen.
Zusätzlich wird der Anteil regenerativer Energien am Primärenergieverbrauch erfasst. Regenerative Energie entsteht unter anderem aus Biomasseanlagen, Windkraft, Wasserkraft, Klär- und Deponiegas sowie Solaranlagen.

Der Endenergieverbrauch gibt Auskunft über den Energieverbrauch der privaten Haushalte und Kleinverbraucher (private Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und übrige Verbraucher).

Umweltzustand und Entwicklung:

Der Primärenergieverbrauch nahm in den letzten Jahren leicht zu und pegelte sich zuletzt bei etwa 245 PJ ein. Durch den steigenden Energiebedarf (unter anderem für elektrische Geräte, sinkende Bevölkerungszahlen, steigende Anzahl an Haushalten) ist ein weiterer Zuwachs wahrscheinlich.

Dem entgegen wirkt der kontinuierliche Anstieg des Anteils an erneuerbaren Energien und die damit verbundene Reduzierung der energiebedingten CO2-Emissionen. So wurden 2012 knapp 18 Prozent des Primärenergieverbrauchs aus Biomasseanlagen gewonnen.

Diagramm und Tabelle:

 

Diagramm zum Energieverbrauch bis 2012

 

 

Jahr Primärenergie-verbrauch[PJ] Anteil regenerativer Energie [%] Endenergieverbrauch der Haushalte [TJ]
1998 227,2 1,83 108.005
1999 227,9 2,04 106.382
2000 224,1 3,47 104.315
2001 229,8 3,95 113.505
2002 240,8 7,14 113.784
2003 249,6 11,16 114.763
2004 247,2 13,23 111.769
2005 248,6 13,96 111.723
2006 250,6 15,45 110.547
2007 242,0 19,29 96.304
2008 249,6 18,89 105.894
2009 246,3 19,05 100.778
2010 256,3 20,43 107.366
2011 244,1 21,47 94.987
2012 241,5 21,68 99.955

Quelle: Länderarbeitskreis Energiebilanzen
Stand: 25.11.2014