Projektstart Cooptics

Wirtschaftsminister Reinholz gibt Startschuss für CoOPTICS-Projekte

Thüringens Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz hat am 31. März 2009 gemeinsam mit den Vertretern der Thüringer Optikbranche acht große Forschungsprojekte im Rahmen der Initiative „CoOPTICS Thüringen“ gestartet. Dafür stehen den beteiligten 31 Unternehmen und fünf Forschungseinrichtungen in den kommenden drei Jahren rund 27,5 Millionen Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung. „Die Optik ist die innovative Vorzeigebranche Thüringens und wird vom Land gezielt gefördert“, sagte Reinholz. Gerade in der Krise setze Thüringen damit auf seine traditionellen Stärken. „Mit der Umsetzung von ‚CoOPTICS Thüringen’ sollen in den kommenden Jahren mehr als 200 Arbeitsplätze neu geschaffen werden“, informierte Reinholz. Auch der Umsatz mit Optik-Erzeugnissen wird nach Branchenschätzungen allein in Folge der CoOPTICS-Initiative um mehr als zehn Prozent steigen.
 

Foto: OptoNet
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„Wir freuen uns sehr, dass die Landesregierung entschlossen weiter auf Hochtechnologien aus der und durch die Optik setzt“, sagte Professor Andreas Tünnermann, Sprecher des CoOPTICS-Netzwerkes. „Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist es entscheidend, dass innovative Produkte und Konzepte der Zusammenarbeit – vor allem auch für die Ausbildung der zukünftig benötigten Fachkräfte – entstehen.“

Die Initiative „CoOPTICS – Cooperate in Optics“ war als Bewerbung der Thüringer Optik-Industrie um die Spitzencluster-Förderung des Bundes ins Leben gerufen worden. Leitziel von CoOPTICS ist es, die Optik-Region Jena zu einem Innovationsmotor für optische Technologien in Europa auszubauen und die Maßstäbe in der Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich mitzubestimmen. Basis war die Erarbeitung einer Zukunftskonzeption durch die Akteure des Netzwerks OptoNet e.V. im Jahr 2006, das nunmehr auch die CoOPTICS-Initiative koordiniert. Beteiligt sind Optikunternehmen der Region, Forschungseinrichtungen sowie die Cluster OptoNet und MedWays. Die Bewerbung war in der zweiten Phase des Spitzencluster-Wettbewerbes trotz nachgewiesen hoher Qualität des Antrags knapp gescheitert. Die Thüringer Landesregierung, die sich von Beginn an für die Umsetzung der vorgesehenen Projekte stark gemacht hat, hatte den Clusterakteuren daraufhin die finanzielle Unterstützung des Landes zugesagt.
 

Foto: OptoNet
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Zusätzlich zu den CoOPTICS-Mitteln fließen zur Unterstützung der Thüringer Optik-Forschung rund 5 Millionen Euro aus dem Landesprogramm „ProExzellenz“ des Thüringer Kultusministeriums in ein Forschungsvorhaben der Friedrich-Schiller-Universität Jena und weitere 4,7 Millionen Euro in die naturwissenschaftliche Ausbildung an den Universitäten Jena und Ilmenau und an der neu etablierten „Abbe School of Photonics“.

Die optische Industrie in Thüringen umfasst nach Angaben des Branchenverbands OptoNet e.V. rund 160 Unternehmen mit knapp 12.000 Beschäftigten, die einen Jahresumsatz von mehr als zwei Milliarden Euro erwirtschaften.
 

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