Europa in Erfurt: Schüler entdecken den EFRE
Die Videoreportage
Mit der EU verbanden sie bisher vor allem Aktenberge, TV-Debatten und eine Politik, die weit weg von ihrem Alltag stattfindet – so erzählten es die Schüler des Heinrich-Mann-Gymnasiums. Das änderte sich für die Zehntklässler am 17. Dezember 2025 bei einem Aktionstag der Thüringer Verwaltungsbehörde für den EFRE.
Im Europäischen Informationszentrum — nach einem Gespräch mit dem Staatssekretär Stefan König, dem Leiter des Informationszentrums Andreas Spieß und der Leiterin der Verwaltungsbehörde EFRE Simone Zöphel — fiel der Startschuss für eine Mission durch die Altstadt: An vier Stationen konnten die Jugendlichen untersuchen, wie europäische Mittel gezielt Projekte in ihrer Nachbarschaft unterstützen.
In Kleingruppen entdeckten sie die Förderung. Ob bei der Sanierung der Kaufmannskirche, moderner Technik im Kaisersaal, dem Umbau des Benediktsplatzes oder neuen Maschinen beim Chocolatier Goldhelm – überall merkten sie, was durch den EFRE möglich wurde. „Ich wusste nicht, dass die EU so konkret hier in Thüringen viel für uns vor Ort tut“, sagte eine Schülerin nach der Tour. Europa war plötzlich kein fernes Konstrukt mehr, sondern zeigte sich konkret.
Ihre Erkenntnisse verarbeiteten die Schüler direkt in einem selbst produzierten Podcast. Sie führten Interviews und fingen die Atmosphäre der Orte ein, um von ihrem neuen Blick auf die Stadt zu berichten. Die Aufnahme, die die Schüler selbst gestaltet und moderiert haben, dokumentiert ihre Reise: Die EU ist für diese Klasse kein bloßes Wort mehr, sondern jetzt ein greifbarer Teil ihres Alltags.